Andreas Burri

 

 

Gründer und Inhaber des Musikladens bassLine Bern.

Als engagierter Bassist in den 80er-Jahren war ich mit dem Angebot der Musikläden für mein Instrument ziemlich frustriert. Nichts von den leckeren Dingen, die man damals im der Zeitschriften "Fachblatt" über Edelbässe und Equipment lesen konnte, fand man in den bestehenden Geschäften. Aber auch niemand schien in der Lage, mein Instrument so einzustellen, dass es wirklich gut klang und einigermassen komfortabel bespielbar war.

Während ich Platten herausragender Bassisten, wie Stanley Clarke hörte und verzweifelt herauszufinden versuchte, was dieser Musiker für Instrumente und Equipment spielt, offerierten die Musikläden nach wie vor nur die damals miserabel gefertigten Fender Jazz- und Precisionbässe, die Gibson- und Rickenbackers, sowie damals wenig  überzeugende Japaner von Ibanez, Yamaha und Aria. Als Equipment gab es neben Marshall in wenigen Läden nur noch Peavey und Acoustic. Ich hatte immer den Eindruck, dass sich alle diese Hersteller vorwiegend um Gitarren kümmerten und so nebenher noch etwas für die Bassisten fabrizierten. Dabei gab es diese geheimnisvollen Namen "Alembic", "Schack", "Reussenzehn" und so weiter schon. Aber niemand wagte, in diese teuren Instrumente und Geräte zu investieren und sie ins Verkaufssortiment aufzunehmen. 

Ich experimentierte mit meinem Instrument und dem Equipment so lange herum, bis ich den Geheimnissen guten Klangs eines E-Basses und dem Verstärker langsam näher kam. Ob das nun wie ein Clarke oder eher wie ein Jaco Pastorius tönen sollte, ich konnte schlecht schlafen, solange ich das nicht wenigstens technisch hinkriegte. Nachdem ich meinen CBS-Jazzbass sowie den Verstärker und die Box mehrmals demontiert neu eingestellt, umgebaut und modifiziert  hatte, begann ich die Mängel zu begreifen. Selbstverständlich klang das Bassspiel der erwähnten Grössen immer noch um Meilen besser. Dies lag aber nicht mehr an rein technischen Angelegenheiten des Instrumentes, des Verstärkers oder der Box, sondern natürlich daran, dass die viel weiter entwickelte Talente und Fähigkeiten bezüglich des Instrumentenspiels und der Musikalität besassen, als ich ;-)

In der Überzeugung, dass ein spezialisierter Musikladen auf genügend Publikum stossen würde, wurde in Ostermundigen mit viel Schulden und viel Risiko ein neuartiges Musikgeschäft eröffnet, das sich ausschliesslich den Bässen, und ein halbes Jahr später mit der Mitarbeit des Gitarrenfreaks Daniel Haller, auch E-Gitarren widmete.

Wir suchten die Hersteller von allen interessanten Instrumenten, die ein hohes Qualitätsniveau versprachen. Weil niemand an eine genügende Nachfrage im Markt glaubte, wurde davon nichts in die Schweiz importiert.  Kubicky Factor, Ken Smith, Spector, Pedulla, Slapper Basses, Clover, Schack, Tech Soundsystems, Bartolini sind nur einige Brands, die man plötzlich im bassLine bestaunen, antesten, sich begeistern lassen und kaufen konnte. Ausserdem beherrschte ich und Daniel Haller die Justage der Instrumente. Erst wenn die Halswölbung, Pickup-Distanz zur Saite, Saitenhöhe zum Griffbrett bei jedem Instrument individuell optimal eingestellt ist, ist die Voraussetzung gegeben, dass das Instrument gut klingt und gut bespielbar ist.

Wir hatten mit massivsten Schwierigkeiten zu kämpfen, weil wir selber importierten und sehr viel Fremdkapital investieren mussten. Aber wir hatten auch Glück, weil der E-Bass, u.a. durch Mark King mit seinen Level42, aus seinem Schattendasein ins Rampenlicht rückte. Die neuen faszinierenden Bass-Sounds verlangten genau nach den Instrumenten, Verstärkern und unserem Know How, sodass uns Kunden aus der ganzen Schweiz aufsuchten. 

 

 

 

Bands:

Mitgründer der Band SPECTRUM (1980 - 1993). Viele Jahre Gast- und Aushilfs-Bassist in zahlreichen CH-Bands.

 

Discografie:

 

1988 Spectrum  -night affair (SP001)

 

Spectrum SP002

 

198? Spectrum  -                    (SP002)

 

 

1993 Spectrum  - Schpäht Summer (SPCD003)

 

 

 

 

Diverses:

Publikation: "Rauchend mit Rauchen aufhoeren".

 

 

 

Weitere Publikationen (in Bearbeitung):

  • Seines Glückes eigener Schmied

  • Wir nennen etwas "Gesundheitswesen", was zu einer milliardenschweren Krankheitsindustrie verkommen ist...



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Andreas "Ändu" Burri
 
 
 
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